Weblog
Frankls Maxime der Lebensführung
Lebe stets so, als lebtest du zum zweiten Mal - und als hättest du beim ersten Mal so falsch gehandelt, wie du es gerade im Begriff bist zu tun.
Viktor E. Frankl: Über den kategorischen Imperativ der Logotherapie. In: Fehige, Ch./Meggle, G./Wessels, U. (Hg.): Der Sinn des Lebens. dtv München, S. 122.
sepelt |
Zitat des Monats
Kommentar schreiben!
Mach was Du willst. Mach Deinen Willen.
Wer kennt dies nicht: Vor dem Fenster des Büros, des Seminarraums, des Klassenzimmers liegt ein herrlicher Tag ausgebreitet da, als warte er nur darauf, von uns genutzt zu werden. Wozu? Zu allem, wonach uns der Sinn steht. Man denkt etwa: Wenn ich hier endlich rauskomme, kann ich tun was ich will. Wenn man später hinaustritt, die äußeren Zwänge abgeschüttelt hat und sich frei fühlt, zu tun, was immer einem beliebt zu tun, wird man naheliegenderweise diese Freiheit kaum in Frage stellen, sondern den schönen Tag genießen. Kaum jemand wird zuerst auf die Idee kommen, sich Gedanken darüber zu machen, ob das Gefühl nicht vielleicht trügt, ob man denn tatsächlich frei sein, in seinem Tun. Keine äußere Macht hält mich davon ab, meiner Wege zu gehen, niemand fesselt mich mit Ketten oder Aufgaben – wieso also sollte ich nicht frei sein?Vielleicht begegnet man anderntags den vielzitierten Ausspruch Schopenhauers, dass der Mensch zwar tun könne, was er wolle, nicht aber wollen kann was er will. Und dieser Satz macht stutzig. Wenn mein tun nicht durch die Wände von Verpflichtungen eingeschränkt wird, ist es frei. Wie aber kann mein Wollen eingeschränkt werden? Liegt der wahre Feind der Freiheit in uns selbst, im Verborgenen?
Gesamten Artikel lesen!
Tom |
Philosophie
3 Kommentare
Das Ich im Vergleich
Dass man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen kann ist eine Binsenweisheit.Vergleichbarkeit wird jedoch allerorten gefordert und nach Möglichkeit hergestellt: Die berühmte PISA-Studie vergleicht unterschiedlichste Schulsysteme, IQ-Tests vergleichen augenscheinlich Intelligenz, durch Schulnoten vergleichen sich Schüler mit ihren Banknachbarn. Das Bedürfnis danach, sich mit anderen zu messen ist das Grundprinzip der meisten Sportarten und das Interesse der Menschen an Magazinen, die Listen der Hundert schönsten, reichsten oder bekanntesten Menschen erstellen scheint ungebrochen.
Die in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen so verbreitete Neigung, Vergleiche anzustellen, findet sich bei den meisten Menschen auch im persönlichen Bereich: Man begegnet Menschen und ordnet sie ein. Dieser oder jener ist klüger als man selbst, schöner oder erfolgreichen – andere hält man für dümmer, häßlicher oder weniger erfolgreich.
Gesamten Artikel lesen!
Tom |
Nachdenkliches
5 Kommentare
