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Hume über sich selbst

Zunächst sehe ich mich durch die menschenleere Einsamkeit, in die mich meine Philosophie geführt hat, in Schrecken und Verwirrung gesetzt; ich könnte mir einbilden, ich sei ein seltsames, ungeschlachtetes Ungeheuer, das, nicht geeignet, sich unter die Menschen zu mischen und mit den Menschen zu leben, aus allem menschlichen Verkehr ausgestoßen worden und völlig allein und trostlos gelassen worden ist.


Hume, David: Ein Traktat über die menschliche Natur. Buch I. Über den Verstand. Hrsg. von Reinhard Brandt. 2. Auflage. Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1989. S. 342, Teil IV, Abs. 7

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Konflikt der modernen Kultur

Georg Simmel (*1858 Berlin, †1918 Straßburg) vertritt in seinem Aufsatz „Der Konflikt der modernen Kultur“ die These, dass das geistige Leben aufgrund seines eigenen Wesens sich immer schon mit seinen eigenen Erzeugnissen im Widerspruch befindet.
Geistiges Leben als Lebensprozess, als unmittelbare, an sich formlose Energie, kann nur in Erscheinung treten, indem es sich in unterschiedlichen, wie Simmel es nennt, Formen ausdrückt. Diese Erzeugnisse haben jedoch die Eigenschaft, vom Zeitpunkt ihres Entstehens an eine gewisse Selbständigkeit von der seelischen Dynamik, die sie erschuf, zu besitzen.

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Sonja  Philosophie  1 Kommentar

L'enfer c'est les autres

Der berühmte Satz aus Sartes Einakter Huis clos (dt. bei geschlossenen Türen, dt. Titel: Geschlossene Gesellschaft) bietet ein breites Spektrum möglicher Bedeutungen, und keineswegs gibt es eine gänzlich einhellige Meinung darüber, welche die richtige ist.

Wie können die anderen die Hölle sein?

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Tom  Nachdenkliches  10 Kommentare