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Pinhead über die Wahrheit

Welcome to the worst nightmare of all:
Reality!


- Pinhead


In: Hellraiser - Hellseeker. Directed by Rick Bota (2002)

Anmerkung: Zugegeben, ein wenig bricht dieses Zitat mit dem Stil der Seite. Jedoch scheint dieses Zitat passend für die täglichen Nachrichten. Für Grauen brauchen wir keine Filme. 15 Minuten Nachrichten sind ausreichend um zu zerrütten.

Chris  Zitat des Monats  3 Kommentare

Nietzsche über die Freundschaft

"Silentium - Man darf über seine Freunde nicht reden:
sonst verredet man sich das Gefühl der Freundschaft."
(1)

Friedrich Nietzsche


Nietzsche äußert sich in seinen Briefen und seinem philosophischen Werk an vielen Stellen zum Begriff der Freundschaft und sein Ergebnis scheint ernüchternd:
"Ja es gibt Freunde, aber der Irrtum, die Täuschung über dich führen sie dir zu; und Schweigen müssen sie gelernt haben, um dir Freund zu bleiben; denn fast immer beruhen solche menschlichen Beziehungen darauf, dass irgend ein paar Dinge nie gesagt werden, ja, dass an sie nie gerührt wird: kommen diese Steinchen aber ins Rollen, so folgt die Freundschaft hintendrein und zerbricht."(2)

Diese Wort mögen dem Leser schrecklich vorkommen, denn wem gegenüber, wenn nicht einem Freund, kann man wirklich aufrichtig sein? Gibt es also überhaupt keine völlige Aufrichtigkeit zwischen zwei Menschen?
Nietzsches Antwort ist deutlich: "[W]ir haben gute Gründe, jeden unserer Bekannten, und seien es die Größten, gering zu achten; [...]"(3) und gerade deshalb verlangt die Freundschaft, dass wir verdrängen und verschweigen, dass wir die selben Mechanismen benutzen, wie wir sie - unbewusst - auch, bei uns selbst anwenden, denn wir haben "ebenso gute [Gründe], diese Empfindung gegen uns selber zu kehren."(4)

Würden wir die völlige Aufrichtigkeit ertragen, sei es gegen einen Freund, sei es gegen uns selbst?
Und könnten wir es verzeihen, wenn wir wüssten, was der Freund tatsächlich über uns denkt?


(1) Nietzsche, F.: Menschliches, Allzumenschliches. Band II § 252
(2),(3) u. (4) Nietzsche, F.: Menschliches, Allzumenschliches. Band I §346

Tom  Philosophie  12 Kommentare

Über den Tod Nahestehender

Was ist hier zu sagen, was nicht schon tausend Male gesprochen wurde, aus allen Winkeln der Erde als Gedanke aufstieg und sich bei allen Beerdigungen den Gehirnen der Gäste bemächtigte?
Nicht viel, so schätze ich, darum will ich nicht damit langweilen auszuführen, dass der Tod Nahestehender auf unsere eigene Sterblichkeit verweist; ebensowenig ist es mir ein Bedürfnis an dieser Stelle über das, was nach dem Tode kommen mag, zu debattieren. Hier soll nur die Trauer der noch Lebenden eine Rolle spielen. Tiefe Trauer, wie sie Eltern beim Verlust eines Kindes oder Kinder beim Verlust der Eltern empfinden. Starke Trauer wie wir sie empfinden, nachdem ein Mensch verstorben ist, dem wir uns zu Lebzeiten tief verbunden fühlten und noch nach seinem Tode fühlen. Eben jene Trauer, die nicht bereits eine Stunde nachdem der Leichnam unter die Erde geschafft worden ist, vom Leben hinfortgetragen wird.

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Chris  Nachdenkliches  7 Kommentare